Antworten auf deine
Fragen

Bestimmt hast du jede Menge Fragen zu den wirtschaftlichen Hintergründen des Musikstreamings und wir bemühen uns, dir Antworten darauf zu geben. Wir haben hier die Fragen gesammelt, die Künstler*innen uns am häufigsten stellen, und werden sie weiter ergänzen.

Warum hat Spotify Loud & Clear ins Leben gerufen? Wie profitieren Künstler*innen davon?

Schon seit Jahren fragen sich Künstler*innen, wie Einnahmen aus Streaming eigentlich funktionieren. Seit 2021 veröffentlichen wir Loud & Clear, um dir klare Antworten mit echten Daten zu liefern. Auf dieser Website erfährst du, was Künstler*innen verdienen, wie sie bezahlt werden und wohin sich die Musikwirtschaft entwickelt. Wir sind der einzige Streamingdienst, der Daten auf dieser Ebene weitergibt. Wir sind der Meinung, dass Transparenz allen hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.

Was gibt es dieses Jahr Neues bei Loud & Clear?

Am 11. März 2026 haben wir Loud & Clear aktualisiert:

  • Wir haben Daten zu den Lizenzzahlungen für 2025 auf der gesamten Website hinzugefügt.
  • Wir haben eine Top 10 der wichtigsten Erkenntnisse erstellt, die unsere zentralen Ergebnisse aus den Daten zusammenfasst.
  • Wir haben die Homepage aktualisiert, damit du besser durch alle unsere Ressourcen zu Loud & Clear navigieren kannst.

Ging es der Musikbranche vor der Erfindung von Streaming nicht besser?

Der Musikindustrie geht es so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr und Streaming ist ein wichtiger Grund dafür. Stell dir Spotify wie eine Kombination aus Radio und Plattenladen vor, nur ohne deren Einschränkungen.

Über das Radio erreichen Künstler*innen viele Hörer*innen. Doch die Rotation ist begrenzt, wodurch Künstler*innen den Durchbruch nur sehr schwer schaffen. In manchen Märkten werden Künstler*innen zudem nicht bezahlt, wenn ihre Musik gespielt wird. 

Zwar profitieren Künstler*innen in Plattenläden von hohen Verkaufspreisen, doch physische und digitale Verkäufe generieren nur im Moment des Kaufs Einnahmen. Es handelt sich um einmalige Transaktionen durch kaufbereite Fans. Das bedeutet jedoch auch: Einnahmen fließen weder bei jedem einzelnen Hördurchgang noch entstehen langfristige Erlöse, wenn Fans einen Song Monate oder Jahre später erneut abspielen. Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Kapazität im Einzelhandel. Physische Plattenläden können schlichtweg nicht das Sortiment aller Künstler*innen führen.

Streaming löst beide Probleme. Deine Superfans können deine Musik rauf und runter hören und andere Hörer*innen entdecken deine Musik zum ersten Mal. Außerdem generiert jede Wiedergabe Umsatz. Anstatt sich auf einen Single-Kauf während des ersten Veröffentlichungszeitraums zu verlassen, können Künstler*innen über Jahre hinweg Einnahmen erzielen, da Fans nach und nach ihre Musik streamen. Beide Arten des Streamings generieren Einnahmen für dich, sowohl von Fans, die für Spotify Premium zahlen, als auch von Werbetreibenden, die unseren kostenlosen Dienst finanzieren. (Wir haben mehr als 290 Mio. Premium Nutzer*innen und mehr als 60 % der Erstabonnent*innen nutzen zuerst den kostenlosen Dienst und upgraden dann.)

Als Spotify 2008 gestartet wurde, hatte Musikpiraterie die weltweite Musikindustrie fast halbiert – von 24 Mrd. $ im Jahr 1999 auf 13 Mrd. $ im Jahr 2014.

Seitdem hat Streaming der Musikbranche wieder auf die Beine geholfen. Die Auszahlungen von Spotify an die Musikindustrie belaufen sich inzwischen auf fast 70 Milliarden $.

Heute ist die Branche auf 29,6 Mrd. $ gewachsen und hat damit den Höchststand von 1999 weit übertroffen. Außerdem sind mehr Künstler*innen erfolgreich als je zuvor. Der Lizenzzahlungspool wird immer größer und damit auch die Zahl der Künstler*innen, die mit ihrer Musik nachhaltige Karrieren aufbauen.

* Alle Aussagen zu den IFPI-Daten auf dieser Website stellen Spotifys Interpretation der Daten, Forschungsmeinungen oder Standpunkten dar, die im IFPI Global Music Report im März 2025 veröffentlicht wurden, und wurden nicht von der IFPI geprüft. Jede IFPI-Publikation gilt zum ursprünglichen Veröffentlichungsdatum, nicht zum Datum dieses Berichts (11. März 2026).

Profitieren nur die größten Stars der Musikbranche von Streaming?

Nein. Streaming hat die Musikwirtschaft tatsächlich ausgewogener gemacht und die Einnahmen breiter verteilt. In der CD-Ära haben die 50 beliebtesten Künstler*innen 25 % aller US-Verkäufe ausgemacht. Heute machen Sie auf Spotify nur noch 12 % der Streams aus. Das bedeutet, dass mehr Geld an mehr Künstler*innen fließt als je zuvor, einschließlich unabhängiger Künstler*innen und Labels, die 2025 gemeinsam etwa 50 % der Lizenzzahlungen von Spotify generiert haben.

Allein 2025 haben über 81.000 Künstler*innen mindestens 10.000 $ durch Spotify allein verdient. Noch beeindruckender: Der*Die Künstler*in auf Rang 10.000 hat im Jahr 2017 34.000 $ verdient. 2025 waren es schon 147.000 $, also mehr als viermal so viel.

Und jetzt kommt der Clou: Mehr als 80 % der Künstler*innen, die 2025 über 1 Million $ auf Spotify verdient haben, hatten keinen Top-50-Hit. Du musst kein*e Chartstürmer*in sein, um eine Millionenkarriere aufzubauen.

Streaming hat das Musik-Ökosystem grundlegend verändert: Es hat den Einstieg für Künstler*innen in jeder Karrierephase einfacher und Audio für Hörer*innen zugänglicher gemacht. Künstler*innen müssen keine Superstars mit Riesenbudgets oder einflussreiche Entscheidungsträger*innen mehr sein, um ihre Musik zu produzieren, zu verbreiten und der ganzen Welt zu präsentieren.

Profitieren nur Künstler*innen in einigen wenigen Märkten?

Der Einstieg in die Musik ist dank Streaming einfacher geworden und die Auswirkungen auf den Lebensunterhalt von Künstler*innen weltweit werden mit der Zeit immer deutlicher. Künstler*innen sind weltweit erfolgreich, und zwar in noch mehr Sprachen, als je zuvor.

Künstler*innen, die sich vorher schwergetan haben, finden jetzt ihr Publikum und bauen Karrieren auf, egal wo sie herkommen oder in welcher Sprache sie singen. Die moderne Musikindustrie spiegelt die weltweite Vielfalt besser wider.

Nur ein Bruchteil der Millionen von Künstler*innen auf Spotify generiert Umsatz. Sollten nicht mehr von ihnen Geld verdienen?

Die Realität sieht so aus: Nicht alle, die Musik auf Spotify veröffentlichen, versuchen, eine Musikkarriere aufzubauen. Erfolg sieht für alle anders aus und wir konzentrieren uns darauf, echte Chancen für Künstler*innen zu schaffen, die eine professionelle Karriere verfolgen.

Rund 13 Millionen Menschen haben mindestens einen Song auf Spotify hochgeladen. Aber genau wie das Posten eines Videos auf YouTube dich nicht zu einem*einer professionellen YouTuber*in macht, bedeutet das Hochladen eines Songs nicht, dass du eine Musikkarriere anschlägst. Von diesen 13 Millionen Künstler*innen haben fast 8 Millionen weniger als 10 Songs veröffentlicht und etwa die Hälfte aller Personen, die 2025 Musik auf Spotify hochgeladen haben, taten dies zum ersten Mal. Für viele ist Musik ein Hobby, manche starten gerade erst durch und andere verfolgen Streaming nicht als Karriereziel.

Wie viele Künstler*innen betreiben Musik also tatsächlich professionell? Wir schätzen weltweit etwa 250.000. Hier findest du unsere Berechnung dazu: 1. Rund 288.000 Künstler*innen haben mehr als 10 Songs (ein umfangreiches Werk) und erreichen im Durchschnitt mehr als 10.000 monatliche Hörer*innen (ein engagiertes Publikum). 2. Über unsere Integrationen mit Bandsintown, Ticketmaster und anderen Ticketing-Partner*innen sehen wir, dass 218.000 Künstler*innen 2025 mindestens eine Live- oder virtuelle Show gelistet haben. Sie arbeiten also aktiv über Streaming hinaus. Diese Daten legen eine Gesamtzahl zwischen 218.000 und 288.000 Künstler*innen nahe. Um der Fehlerquote unserer Methodik Rechnung zu tragen, halten wir 250.000 für eine realistische Schätzung, auch wenn wir uns natürlich bewusst sind, dass es schwierig ist, allein anhand von Daten Rückschlüsse auf die berufliche Absicht von Künstler*innen zu ziehen.

Basierend auf dieser Metrik haben im Jahr 2025 mehr als 30 % der professionellen oder angehenden professionellen Künstler*innen mehr als 10.000 $ mit Spotify verdient. Wenn du alle Einnahmequellen aus Musikaufnahmen zusammen betrachtest, ist 30.000 $ eine realistische Schätzung.

Ich habe gehört, dass Spotify nicht mal einen Cent pro Stream bezahlt. Stimmt das?

Streaming funktioniert nicht wie der Kauf einzelner Songs. Fans zahlen für unbegrenzten Zugriff und nicht pro Song, den sie hören. Deshalb ist eine Pro-Stream-Rate nicht die Grundlage dafür, wie Auszahlungen funktionieren – weder bei Spotify noch bei anderen großen Streamingdiensten. Stattdessen wirst du basierend auf deinem Anteil an allen Streams bezahlt. Dieses Konzept nennt sich Streamshare.

Unser Fokus ist ganz einfach: die Gesamteinnahmen für Künstler*innen und Songwriter*innen zu maximieren. Die Daten auf dieser Seite zeigen genau diesen Fortschritt. Im Jahr 2025 haben wir über 11 Mrd. $ ausgezahlt. Das ist mehr als jeder andere Streamingdienst und mehr als in jedem Vorjahr. Seit 2014 ist dieser Betrag um mehr als das Zehnfache gestiegen und macht einen großen Teil der fast 70 Mrd. $ aus, die Spotify seit der Gründung ausgezahlt hat.

Unsere Anreize sind auf die von Künstler*innen abgestimmt: Wie alle großen Streamingdienste zahlen wir rund zwei Drittel jedes Dollars aus Musikeinnahmen an die Rechteinhaber*innen von Künstler*innen und Songwriter*innen aus. Wenn wir also unsere Reichweite vergrößern, wachsen auch die Auszahlungen an Künstler*innen. 

Unser Modell führt zu mehr Fan-Engagement und generiert Einnahmen aus mehr Quellen, was zu höheren Auszahlungen von Spotify an die Rechteinhaber*innen führt. Deshalb zahlen wir mehr als jeder andere Dienst. Vermutlich veröffentlichen auch deshalb viele andere Dienste ihre Gesamtauszahlungen an die Branche nicht. Wir maximieren die Gesamteinnahmen und sorgen dafür, dass möglichst viel Geld bei Rechteinhaber*innen sowie ihren Künstler*innen und Songwriter*innen ankommt.

Uns ist bewusst, dass eine Pro-Stream-Rate auf den ersten Blick sinnvoll erscheint. Vielleicht interessiert dich, wie sich die öffentlich diskutierten Vergleiche zwischen Streamingdiensten einordnen lassen. Warum diese Zahlen so aussehen, erklären wir im nächsten Abschnitt: „Warum wirkt die „Pro-Stream-Rate“ bei Spotify niedriger als bei anderen Streamingdiensten?

Wenn Künstler*innen millionenfach gestreamt werden, warum verdienen sie dann nicht mehr?

Spotify gibt es schon über 15 Jahre und mittlerweile haben wir mehr als 751 Millionen Hörer*innen, die mehr Musik im Monat streamen als je zuvor. Wenn die Plattform wächst, steigt auch die Gesamtzahl der Streams.

Denk daran: Auszahlungen basieren auf Streamshare, nicht auf einem festen Betrag pro Stream. Wenn also die Gesamtzahl der Streams steigt, brauchst du mehr Streams, um den gleichen Anteil zu behalten. Entscheidend ist aber Folgendes: Auch der Lizenzzahlungspool wächst. Im Jahr 2025 entsprach ein Anteil von 1 Million Streams auf Spotify im Durchschnitt 11.000 $.

Durch das Wachstum von Streaming insgesamt und die steigende Nutzung pro Hörer*in hat sich auch die Bedeutung von „einer Million Streams“ im Laufe der Jahre verändert. Viele Songs erreichen heute eine Million Streams und das häufiger, als du vielleicht denkst. Insgesamt haben inzwischen 1.580.000 Songs mehr als eine Million Streams überschritten und allein 2025 haben 400.000 Songs diese Marke erreicht. 2022 waren es noch 281.000 Songs. Bis Ende 2025 haben außerdem 1.200 Songs eine Milliarde Streams erreicht. Wenn du ein besseres Gefühl für das Spotify-Ökosystem bekommen willst, kannst du das interaktive Tool auf dieser Seite ausprobieren. Es zeigt Daten mit Stand Dezember 2025.

Warum erscheint die „Pro-Stream-Rate“ bei Spotify niedriger als bei anderen Streamingdiensten?

Die Realität ist simpel: Kein Dienst zahlt einen festen Betrag pro Stream, weil Hörer*innen auch nicht pro Stream zahlen. Sie zahlen für den Zugang und können so viel oder so wenig streamen, wie sie möchten. Alle Streamingdienste zahlen im Wesentlichen gleich viel: Etwa zwei Drittel der Einnahmen aus dem Musikgeschäft werden auf der Grundlage des Streamshares an die Rechteinhaber*innen ausgezahlt.

Wenn also die Auszahlung auf die gleiche Weise erfolgt, warum ist die durchschnittliche Auszahlung pro Stream bei allen Diensten unterschiedlich?

Die Rechnung ist ganz einfach: Auszahlungen insgesamt ÷ Streams insgesamt = „Pro-Stream-Rate“.

Wenn Nutzer*innen eines Dienstes also nicht sehr viel streamen, ist die „Pro-Stream-Rate“ höher. Eine höhere Anzahl an Streams legt jedoch nahe, dass Leuten das Produkt gefällt und sie weiterhin für Musik zahlen werden (und damit Streams und Einnahmen für mehr Künstler*innen generieren). Personen, die sehr wenig streamen, bleiben vermutlich nicht lange Premium Abonnent*innen, was weniger Geld für Künstler*innen bedeutet.

Spotify ist der beliebteste Dienst, bei dem Nutzer*innen jeden Monat mehr streamen. Der*Die durchschnittliche Hörer*in auf Spotify streamt drei- bis viermal mehr Musik pro Monat als Hörer*innen anderer Streamingdienste.

Ein Dienst, bei dem Fans nur gelegentlich Musik hören, generiert weniger Streams, einen kleineren Lizenzzahlungspool und weniger Gesamteinnahmen für Künstler*innen, egal, wie hoch die Rate ist. Ein Dienst, den Fans täglich nutzen, bei dem sie neue Musik entdecken und langfristig aktiv bleiben, kann zahlende Abonnent*innen einfacher gewinnen sowie halten und den Lizenzzahlungspool für alle vergrößern.

Spotify verzeichnet die aktivsten Hörer; ihr hohes Engagement gilt als Motor der Streaming-Branche. Deshalb hat Spotify mit Abstand die höchsten Gesamtauszahlungen: mehr als 11 Mrd. $ im Jahr 2025, 10-mal mehr als 2014. Der Branche kommt es zugute, wenn Nutzer*innen mehr streamen.

Bei einem Dienst, der Hörer*innen dazu anregt, jeden Monat viel zu streamen, ist die effektive Pro-Stream-Rate geringer, aber dafür sind die Gesamtauszahlungen höher. Wir glauben, dass den Künstler*innen und Songwriter*innen höhere Einnahmen wichtiger sind als eine höhere Rate pro Stream.

Mehr über die Realität von Streamingauszahlungen erfährst du hier.

Woher weißt du, dass Hörer*innen auf Spotify mehr Musik streamen als Nutzer*innen anderer Dienste, und warum ist das wichtig?

Hörer*innen auf Spotify streamen im Schnitt drei- bis viermal mehr Musik pro Monat als Hörer*innen anderer Streamingdienste.

Das wissen wir aus Branchenanalysen von Drittanbietern: Spotify macht ca. 70 % der gesamten On-Demand Audiostreams aus (Luminate 2025, ohne China), obwohl nur ca. 40 % der weltweiten Streamingnutzer*innen Spotify verwenden (MIDiA, ohne China). Mit anderen Worten: Wenn 40 % der Hörer*innen von Streamingdiensten weltweit für 70 % aller Streams verantwortlich sind, und die übrigen 60 % nur für die restlichen 30 %, bedeutet das, dass Hörer*innen auf Spotify im Schnitt drei- bis viermal mehr Musik pro Monat streamen als Hörer*innen anderer Dienste.

Spotify verzeichnet die aktivsten Hörer*innen; ihr hohes Engagement gilt als Motor der Streaming-Branche. Heute hört ein*e durchschnittliche*r Hörer*in mit Abo auf Spotify jeden Monat mehr als 200 verschiedene Künstler*innen und fast die Hälfte davon entdeckt er*sie dabei zum ersten Mal. Das ist enorm wichtig für die Musikbranche. Dass Hörer*innen auf Spotify mehr Musik hören und mehr neue Musik entdecken, sorgt für höhere Auszahlungen an Künstler*innen, führt aber auch zu einem verbreiteten Missverständnis.

Vielleicht hast du schon Vergleiche von sogenannten Pro-Stream-Raten zwischen verschiedenen Diensten gesehen. Die Realität ist simpel: Kein Dienst zahlt einen festen Betrag pro Stream, denn Hörer*innen zahlen auch nicht pro Stream, sondern für den Zugang. Jede Rate wird erst im Nachhinein berechnet, indem die Gesamtauszahlungen durch die Gesamtzahl der Streams geteilt werden. Da Abos bei den meisten Diensten ähnlich viel kosten, hängt die sogenannte Pro-Stream-Rate vor allem davon ab, wie viel Fans tatsächlich hören. Wenn Hörer*innen drei- bis viermal mehr Musik pro Monat streamen, steigert das zwar die Lizenzzahlungen für Künstler*innen, lässt die Pro-Stream-Rate aber rechnerisch niedriger erscheinen.

Wenn ein Dienst mit einer hohen Pro-Stream-Rate wirbt, verdeutlicht er damit eigentlich nur, dass die durchschnittlichen Nutzer*innen dort weniger Musik hören. Ein Dienst, bei dem Fans nur gelegentlich hören, erzeugt weniger Streams, einen kleineren Lizenzzahlungspool und insgesamt geringere Einnahmen für Künstler*innen – egal, wie die Rate dargestellt wird. Ein Dienst hingegen, bei dem Fans täglich hören, neue Musik entdecken und langfristig aktiv bleiben, gewinnt mehr zahlende Abonnent*innen und vergrößert den Lizenzzahlungspool für alle.

Wie werden Künstler*innen und Songwriter*innen bezahlt?

Wir zahlen nicht direkt an Künstler*innen oder Songwriter*innen. Wir zahlen an Rechteinhaber*innen. Sie bezahlen dich dann auf der Grundlage deiner Vereinbarung mit ihnen.

Und so funktioniert’s: Spotify verdient Geld mit Premium Abos und Werbung auf Spotify Free. Etwa zwei Drittel dieser Einnahmen fließen in den Lizenzzahlungspool.

Wir teilen diesen Pool basierend auf Streamshare auf. Du wirst auf der Grundlage deines Anteils an den gesamten Streams bezahlt, nicht nach einem festen Preis pro Stream, weil Hörer*innen nicht pro Stream zahlen. Sie zahlen ein Abo für unbegrenzten Zugang.

Was das konkret bedeutet: Im Jahr 2025 hat ein*e Künstler*in*, der*die einen von einer Million aller Spotify Streams erzielt hat, etwa 11.000 $ verdient.

Hierzu empfehlen wir die folgenden Videos: Der Weg des Geldes und Der Weg des Geldes (Publishing Edition).

Wie unterstützt Spotify Künstler*innen dabei, über Lizenzzahlungen hinaus Geld zu verdienen?

Lizenzzahlungen für Streams bilden die Grundlage, aber wir entwickeln ebenso Tools, mit denen du auf andere Weise Einnahmen erzielen kannst. Discovery auf Spotify kann führen zu…:

  • Mehr verkauften Konzerttickets über Bandsintown, Ticketmaster und andere Ticketintegrationen)
  • Merch-Verkäufen (direkt auf den Künstler*innen-Profilen promotet)
  • Markenpartnerschaften und Sync-Lizenzen (basierend auf den Publikumsdaten, auf die Künstler*innen über Spotify for Artists zugreifen können)

Wenn du deine Fanbase auf Spotify aufbaust, ist das der Schlüssel für deine gesamte Karriere.

Warum verlangt Spotify nicht einfach mehr Geld von den Hörer*innen?

Wir haben dazu beigetragen, dass Hörer*innen* von Musikpiraterie auf kostenpflichtige Abos umgestiegen sind, aber bei der Preisgestaltung muss ein sensibles Gleichgewicht erreicht werden. Ein Abo muss finanziell überschaubar sein, andernfalls riskieren wir, dass Hörer*innen wieder zu Musikpiraterie oder kostenlosen Alternativen greifen, die Künstler*innen nichts einbringen.

Musikfans geben heute fast doppelt so viel aus wie während der Ära der CD 1999 und Millionen von Menschen zahlen heute für Musik.

Wir prüfen regelmäßig die Preisgestaltung in jedem Markt, um auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Da Spotify und die Rechteinhaber*innen sich einen Geldpool teilen, haben wir den gleichen Anreiz: Wir möchten beide so viel Umsatz von Hörer*innen und Werbetreibenden generieren wie möglich.

Sollten die vorgestellten Einnahmen der Künstler*innen höher sein?

Wir wollen klar und offen sagen, was diese Zahlen zeigen: nur Lizenzzahlungen von Spotify. Unser Fokus liegt darauf, die Gesamtauszahlungen an Künstler*innen und Songwriter*innen zu steigern. Sowohl unsere eigenen als auch Daten von Drittanbietern zeigen, dass dieses Wachstum unbestritten ist.

Und es beschleunigt sich. Die Anzahl der Künstler*innen, die über 100.000 $ pro Jahr verdienen, hat sich seit 2017 mehr als verdreifacht.

Spotify unterstützt Karrieren auf allen Ebenen:

  • Mehr als 81.000 Künstler*innen haben 2025 mehr als 10.000 $ verdient (3-mal mehr als 2017).
  • 13.800 Künstler*innen haben mehr als 100.000 $ verdient (3-mal mehr als 2017).
  • Über 1.500 Künstler*innen haben mehr als 1 Mio. $ verdient (3-mal mehr als 2017).

Denk daran: Spotify ist für etwa 30 % des weltweiten Umsatzes aus Musikaufnahmen verantwortlich. Ein*e Künstler*in*, der*die auf Spotify 10.000 $ verdient, hat in diesem Jahr vermutlich ungefähr 30.000 $ aus allen Aufnahmequellen verdient.

Außerdem sind in diesen Zahlen keine Einnahmen aus Konzerten, Merch, Markendeals oder anderen Quellen enthalten. Folgendes ist wichtig: Das Publikum, das du auf Spotify aufbaust, kann alle diese anderen Einnahmequellen ankurbeln. Entdeckungen auf Spotify sind oft der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere.

Ihr habt gesagt, dass die Gesamteinnahmen eines*einer Künstler*in aus dem Musikgeschäft sich ermitteln lassen, indem seine*ihre Lizenzzahlungen von Spotify mit vier multipliziert werden. Stimmt das wirklich?

Die Daten auf dieser Website zeigen nur die Einnahmen von Spotify. Möchtest du die Gesamteinnahmen schätzen? Hier sind drei Sichtweisen:

Alle Streams (3 x): Spotify macht etwa ein Drittel der weltweiten Streamingeinnahmen aus. 100.000 $ auf Spotify bedeuten also wahrscheinlich 300.000 $, wenn alle Streamingdienste berücksichtigt werden (Genre, Fanbase und Marketing spielen eine Rolle, aber 3x ist ein guter Durchschnitt).

Umsatz aus Musikaufnahmen (3 x): Spotify macht etwa 30 % des weltweiten Umsatzes aus Musikaufnahmen aus. Dazu gehören Streaming, physische Verkäufe (CDs, Vinyl), Sync-Lizenzen, Aufführungsrechte und Downloads. 100.000 $ von Spotify bedeuten also wahrscheinlich 300.000 $ aus allen Aufnahmequellen. (Außerdem variiert dies je nach Künstler*in, aber 3 x ist ein guter Benchmark.)

Karrieregesamteinnahmen: Diese Zahlen berücksichtigen keine Einnahmen aus Konzerten, Merch, Markendeals, Sync-Platzierungen oder anderen Einnahmen, die über Aufnahmen hinausgehen. Diese Einnahmequellen kommen dazu und viele Künstler*innen verdienen genau hier einen Großteil ihres Gelds.

Wie wird Streamshare berechnet?

Jeden Monat berechnen wir in jedem Land deinen Streamshare so: Wir teilen deine Streams in diesem Markt durch alle Streams in diesem Markt. Das ergibt deinen Anteil am Lizenzzahlungspool dieses Markts.

Wenn deine Musik zum Beispiel 0,1 % aller Streams in Mexiko ausmacht, bekommst du 0,1 % des mexikanischen Lizenzzahlungspools. Wie groß dieser Pool ist, hängt von den Abo- und Musik-Werbeeinnahmen ab, die dort erzielt werden.

Global betrachtet hat ein Anteil von einem von einer Million aller Spotify-Streams im Jahr 2025 etwa 11.000 $ eingebracht (im Vergleich zu rund 1.000 $ im Jahr 2014).

Wäre ein Modell, das Nutzer*innen in den Mittelpunkt stellt, fairer?

Wir sind offen dafür, zu einem nutzerzentrierten Modell zu wechseln, wenn die Branche das möchte. Aber wir können diese Veränderung nicht alleine umsetzen. Es braucht ein gemeinsames Vorgehen von Labels, Verlagen, Vertriebspartner*innen und anderen Streamingdiensten.

Untersuchungen zeigen, dass nutzerzentrierte Zahlungen den meisten Künstler*innen nicht so weiterhelfen, wie viele hoffen. Laut einer Studie des Musikinformationszentrums in Frankreich würde dies für Künstler*innen außerhalb der Top 10.000 „im Durchschnitt höchstens einige Euro pro Jahr“ bedeuten. Die Studie kannst du hier einsehen. Eine praktische Zusammenfassung dieser Studie findest du hier.

Wie misst Spotify Auszahlungen auf dieser Website? Warum wird nicht angegeben, wie viel die Künstler*innen und Songwriter*innen tatsächlich verdienen?

Wir können nur über Daten berichten, die uns zur Verfügung stehen: die gesamten Lizenzzahlungen, die auf Spotify generiert wurden. Wir würden dir gern zeigen, was Künstler*innen tatsächlich am Ende bekommen, aber wir haben keinen Einblick in individuelle Verträge mit Labels, Verlagen oder Distributor*innen.

Deshalb zeigt diese Website die gesamten Lizenzzahlungen (Aufnahmen und Veröffentlichungen) für den gesamten Katalog eines*einer Künstlers*in pro Jahr.

Spotify bezahlt Künstler*innen und Songwriter*innen nicht direkt – wir bezahlen von den Künstler*innen oder Songwriter*innen ausgewählte Rechteinhaber*innen, beispielsweise Plattenlabels, Publisher*innen, unabhängige Distributor*innen oder Verwertungsgesellschaften. Hierzu empfehlen wir die folgenden Videos: Der Weg des Geldes und Der Weg des Geldes (Publishing Edition).

Wie kann ich ein größeres Publikum gewinnen und auf Spotify Erfolg haben?

Wir entwickeln Spotify, damit du deine Fanbase in jeder Phase deiner Karriere wachsen lassen kannst. Jeden Monat nutzen mehr als 1 Million Künstler*innen Spotify for Artists und wir entwickeln ständig neue Tools für sie. Die Features von Spotify for Artists findest du hier.

Bist du auf der Suche nach Tipps zur Veröffentlichung neuer Musik? In unserem Leitfaden für Neuerscheinungen findest du alles, was du wissen musst.

Wie viel Geld behält Spotify ein?

Wie alle großen Streamingdienste zahlt Spotify ungefähr zwei Drittel der Einnahmen aus dem Musikgeschäft an die Rechteinhaber*innen. Wenn die Einnahmen auf Spotify steigen, steigen auch die Auszahlungen an die Musikindustrie.

Und was passiert mit dem restlichen Drittel? Das nutzen wir, um direkt in die Plattform zu reinvestieren, beispielsweise in Dinge, die mehr Menschen dazu bewegen, für Musikstreaming zu bezahlen und die Einnahmen für Musik weiter steigen zu lassen. Indem wir im Namen der Branche immer wieder neue Wege beschreiten, ist es uns gelungen, ein Hörerlebnis zu schaffen, das Hunderte Millionen Fans anzieht und bindet und so den Lizenzzahlungspool Jahr für Jahr vergrößert.

Wie kann ich Streamingzahlen in einen Kontext für meinen Markt einordnen?

Der Einfachheit halber konzentrieren wir uns im Bereich Streams: Zahlen im Kontext auf globale Zahlen. In den lokalen Spotify Charts kannst du vergleichen, wie die Streams lokal abschneiden. Du wirst sehen, die Anzahl der Streams, die für einen Einstieg in die Charts benötigt werden, variiert ziemlich je nach Land. Beispielsweise gibt es in Malaysia und Bulgarien andere Voraussetzungen als in Australien und Mexiko. Über Spotify for Artists können Künstler*innen außerdem sehen, wo ihre Hörer*innen leben. Auf dem Dashboard unter dem Tab „Publikum“ wird eine geografische Aufschlüsselung angezeigt (nach Stadt und Land).

Warum erhalten Songs mit weniger als 1.000 jährlichen Streams keine Lizenzzahlungen auf Spotify mehr?

Gemäß unserer Lizenzzahlungsrichtlinie müssen Songs im vergangenen Jahr mindestens 1.000 Streams erzielt haben, um Lizenzzahlungen für Aufnahmen zu generieren. Am gesamten Lizenzzahlungspool oder dem Gewinn von Spotify ändert sich dadurch nichts. Das Geld wird an professionelle Künstler*innen weitergeleitet.

99,5 % aller Streams stammen von Songs, die mindestens 1.000 jährliche Streams aufweisen. Jeder dieser Titel wird im Rahmen dieser Richtlinie mehr einbringen.

Im Jahr 2025 hatten 3,5 Millionen Künstler*innen mindestens einen infrage kommenden Song. Die durchschnittlichen Lizenzzahlungen, die pro monetarisiertem Song verdient werden, haben sich von 2023 bis 2025 mehr als verdreifacht. 

So sieht das im Detail aus: Dutzende Millionen Songs würden im Durchschnitt nur 0,02 $ pro Monat einbringen. Gemeinsam machen diese Songs mit weniger als 1.000 Streams etwa 0,5 % der Streams aus (und würden daher ohne unsere Richtlinie 0,5 % des Lizenzzahlungspools einbringen). Bei einem Jahrespool von über 11 Mrd. $ sind 0,5 % ein Betrag von mehreren Millionen US-Dollar im Jahr.

Das Problem: Zahlungen unter 2 $ kommen oft nicht einmal bei Künstler*innen an. Labels und Distributor*innen haben Mindestabhebebeträge festgelegt (2 bis 50 $) und Banken erheben Transaktionsgebühren (1 bis 20 $). Diese winzigen Beträge bleiben daher häufig im System stecken, statt in den Taschen der Künstler*innen zu landen.

Wir leiten dieses Geld deshalb dorthin weiter, wo es einen echten Unterschied macht: zu Künstler*innen, die mit Streaming eine Karriere aufbauen.

Welche Auswirkungen hat künstliches Streaming auf Spotify Lizenzzahlungen?

Gemäß der Richtlinie von Spotify werden für künstliche Streams keine Lizenzzahlungen ausgezahlt. 

Spotify investiert stark, um die Auswirkungen von künstlichen Streams auf Lizenzzahlungen zu erkennen, zu verhindern und zu beseitigen. Wir möchten sicherstellen, dass künstliches Streaming keinen Vorteil bietet – und sich nicht negativ auf legitime Streams auswirkt.

In einigen Fällen von künstlichen Streams könntest du in deinen privaten Daten auf Spotify for Artists weiterhin Peaks sehen, obwohl damit verbundene Lizenzzahlungen einbehalten und die öffentlichen Metriken (die Gesamtzahl der Streams eines Songs und die Anzahl der monatlichen Hörer*innen) angepasst wurden. In anderen Fällen können wir bestätigte künstliche Streams erkennen und entfernen, noch bevor sie auf deinem Spotify for Artists Dashboard erscheinen. Es kann also sein, dass du von deinem Distributor über künstliche Streams informiert wirst, auch wenn diese nicht in Spotify for Artists zu sehen sind. In jedem Fall ist die Information deines Labels oder Distributors die zuverlässigste Quelle zu den durch Spotify Streams generierten Lizenzzahlungen.

Weitere Informationen zu künstlichem Streaming findest du hier.

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